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JEXHOF SCHÖNGEISING

Im Wald der Räuber und Kurfürsten
Einsam und idyllisch liegt der Einödhof auf einer Lichtung, umgeben von ausgedehnten Wäldern. Wer der erste Besitzer und damit Begründer der Hofstelle „Vorderer Jexhof“ war, ist nicht bekannt. Erwähnt wird die Einöde am Kellerbach erstmals 1433 in einer Kaufurkunde. Über Jahrhunderte war der Jexhof die Außenstelle des Klosters Fürstenfeld, wo deren Kühe gehütet wurden und wo der Jexhof-Bauer den Wald beaufsichtigte.


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Wittelsbacher beim Jexhof
Der Jexhof liegt inmitten eines großen Forstgebietes, das schon im 8. Jahrhundert erwähnt wird. Das vom Wittelsbacher Herzog Ludwig II. gegründete Kloster Fürstenfeld hatte daran umfangreichen Besitz. Und die Wittelsbacher und ihr Hofstaat waren es auch, die in den Wäldern rund um den Jexhof auf die Jagd gingen. Gerade der sog. blaue Kurfürst Max Emanuel liebte die Parforce-Jagden und nahm sich das Kloster Fürstenfeld dafür zum Ausgangspunkt.

Der erste bayerische Geograph Philipp Apian hat auf seinen „Landtafeln“ von 1568 beim Jexhof als „Sundernburg“ nicht nur ein wittelsbachisches Jagdhaus verzeichnet, immerhin ein zweistöckiges Gebäude mit Anbauten, sondern auch ein Hirschgehege.

Wo einst die fürstlichen Jagdherren den Wald um den Jexhof durchstreiften, war aber auch ihre kriminelle Konkurrenz unterwegs: So soll der bayerische Robin Hood, Mathias Klostermair, auch der bayerische Hiasl genannt, beim Jexhof eines seiner Lager gehabt haben. Auch von hier aus betrieb er eine gut organisierte Wilderei.


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Sehenswertes in der Nähe
Keltische Viereckschanzen
In fußläufiger Entfernung zum Jexhof befinden sich mehrere Keltenschanzen Vermutlich handelt es sich bei den Viereckschanzen um Siedlungsbereiche der keltischen Oberschicht. Zu sehen sind noch Wälle und Gräben. Die südliche Schanze von Holzhausen gehört zu den am besten erhaltenen Anlagen Bayerns.

Wallfahrtskirche St. Rasso, Grafrath
Vorläufer der Kirche mit reicher Rokoko-Zier war ein mittelalterliches Kloster, das Graf Rasso stiftete. Bald nach seinem Tod wurde er als Heiliger verehrt. Sein Grab in der Kirche wurde zum Wallfahrtsort.

Zellhof
Über Jahrhunderte war der Zellhof vom Kloster Fürstenfeld an Bauern verpachtet, bis er im 19. Jh. als Ausbildungsstätte für Militärpferde diente. Zum Gutshof, im Kern aus dem 18. Jh., gehört die barockisierte Kapelle St. Vitus, ein ehemals romanischer Bau.

Klosteranlage Fürstenfeld
Von der ehemaligen Zisterzienserabtei (gegr. i. 13. Jh.) kann heute noch die Kirche St. Maria Himmelfahrt besichtigt werden. Sie gilt als ein Hauptwerk des süddeutschen Spätbarocks.

Ammersee
Der drittgrößte See Bayerns bietet viele Freizeitmöglichkeiten.



Essen – Trinken – Übernachten (Schlafen)
In der Nähe zum Jexhof befinden sich mehrere Pensionen und Gasthöfe. Der Jexhof selbst bietet zu den Öffnungszeiten eine Gastronomie mit Speisen, Kuchen und Getränken.



Tipps
Veranstaltungen im Museum
http://www.jexhof.de/index.php?id=28 Das Bauernhofmuseum Jexhof bietet ein reichhaltiges Veranstaltungsprogramm für Jung und Alt mit Musik, Theater, Literatur, Aktionen, Märkten und vieles mehr.

Walderlebnispfad und Klangweg
http://www.bayregio.de/nachrichten/nachricht.php?id=82203
https://de.wikipedia.org/wiki/Bauernhofmuseum_Jexhof

Vom Museum führt der Erlebnispfad in den Wald beim Jexhof und bringt Kindern und Erwachsenen die Geheimnisse des Waldes nahe. Der Klangweg entlang des Kellerbaches (am besten den unteren Parkplatz benutzen), gestaltet in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Scherrer-Musikschule Schöngeising, schärft mit seinen Seh-und-Hör-Objekten Ihre Sinne und lässt Sie die Natur beim Spaziergang zum Jexhof neu erleben.

Spielplatz
Ein echter Kindertraum ist der naturnahe Spielplatz im Museum.



Erfahren Sie mehr
www.jexhof.de