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STADTMUSEUM FREISING
Sammlung des Historischen Vereins Freising

Freising – fürstbischöfliche Residenzstadt
Das Verhältnis der alten Bischofsstadt Freising zu den Wittelsbachern ist ein recht spezielles. Das Hochstift Freising war ein kleiner souveräner Staat, dessen Residenzstadt wenige Wegstunden von München isarabwärts lag. Der Freisinger Fürst war zugleich Bischof in weiten Bereichen Oberbayerns einschließlich der Residenzstadt München. Nicht zuletzt aufgrund dieser lästigen Umstände versuchten die Wittelsbacher immer wieder, nachgeborene Söhne auf den Freisinger Bischofsstuhl zu bringen. Dies gelang nicht immer. Trotzdem sind vom 16. bis ins 18. Jahrhundert eine ganze Reihe von Familienmitgliedern als Fürstbischöfe von Freising zu verzeichnen. Sie hinterließen auffällige und weniger auffällige Spuren in Freising.


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„Unser Pfarr“
Aus der Pfälzer Linie sind dies Rupprecht von der Pfalz (1495-1498), Philipp von der Pfalz (1489-1541) und Heinrich von der Pfalz (1541-1552), aus der bayerischen Linie Ernst von Bayern (1566-1612), Albrecht Sigmund von Bayern (1651-1685), Joseph Clemens von Bayern (1685-1694) und Johann Theodor von Bayern (1727-1763).
Der bayerische Kurfürst Max Emanuel erlaubte sich schon einmal, Freising „unser Pfarr“ zu nennen. Im Zuge der Säkularisation wurde das Freisinger Territorium Kurbayern einverleibt, viele Freisinger Kunstschätze nach München verbracht und der Bischofssitz nach München verlegt. König Ludwig I. war durch gezielte Maßnahmen um Wiedergutmachung bemüht, etwa durch die Gründung einer Philosophisch-theologischen Hochschule auf dem Domberg 1834.



Die Wittelsbacher im Stadtbild und in den Freisinger Museen
Überall, wo man an Freisinger Gebäuden oder auf Freisinger Kunstwerken ein Wappen entdeckt, auf dem sich der Freisinger Mohr und die bayerischen Rauten verbinden, begegnet man Wittelsbacher Bischöfen als Auftraggebern und Stiftern. Prominent etwa das Wappen Albrecht Sigmunds von Bayern über dem barocken Domportal oder an der Mariensäule im Herzen der Bürgerstadt. Das Wappen im Renaissance-Innenhof der ehemaligen fürstbischöflichen Residenz sowie am Philippschloss, dem heutigen Domgymnasium, stammt von Philipp von der Pfalz. Im Dom befinden sich die Grabdenkmäler dieser beiden Wittelsbacher Bischöfe.
Zu den Bauwerken, die Fürstbischof Albrecht Sigmund errichtete, gehört auch das Belvedere am Domhof, das einen weiten Ausblick ins Voralpenland bietet und dem bischöflichen Erbauer eine Sichtverbindung zu den Verwandten in der Residenzstadt München ermöglichte.

In den derzeit wegen Sanierung geschlossenen Freisinger Museen, dem Diözesanmuseum und dem Stadtmuseum, befinden sich weitere kostbare Objekte, die auf die Familie Wittelsbach verweisen. Sie werden nach der Wiedereröffnung für das Publikum erneut zu sehen sein.



Essen und Trinken
Den Besucher erwartet in Freising eine breite Palette an gastronomischen Angeboten. In besonderer Weise ist Freising eine Stadt des Bieres und der Biergärten. Bereits vor 1200 Jahren, im Jahr 815, taucht das Wort „Bier“, lateinisch „cervisia“, in den Freisinger Quellen erstmals auf. Zwei Freisinger Brauereien stehen in einer besonders großen Tradition. Das bischöfliche Brauhaus ist um 1160 erstmals bezeugt, und auch für das Benediktinerkloster auf dem Weihenstephaner Berg ist bereits im hohen Mittelalter das Bierbrauen belegt. Die beiden Brauereien werden heute als „Hofbrauhaus Freising“ privat bzw. als „Staatsbrauerei Weihenstephan“ staatlich geführt. Der größte Freisinger Biergarten gehört zur Waldgaststätte Plantage mit ca. 700-800 Plätzen.



So erreichen Sie Freising
mit der Bahn:
über die Fernverbindungen der Deutschen Bahn bzw. die S-Bahn aus München (S 1), vom Bahnhof in 7 Minuten zu Fuß in die Altstadt.

mit dem Auto:
auf der A 9, A 92, B 11 (Parkleitsystem)

mit dem Rad:
Auf besonders charmante Weise erreichen Sie die alte Bischofsstadt Freising mit dem Rad auf dem Isarradweg aus Richtung München oder Richtung Landshut.



Tipp
Ein Spaziergang entlang der Moosach führt zum romantisch gelegenen Königstein, einem Denkmal, das an König Max I. Joseph und die bayerische Verfassung von 1818 erinnert.



Erfahren Sie mehr
www.freising.de
www.stadtmuseum.freising.de